Lesung: „Um zu erleben, was Geschichte ist, muss man Jude sein“ Die deutsch-jüdische Schrifstellerin Jenny Aloni (1917-1993)

Der Schauspieler Carsten Bender, GLOSTER Productions, und der Literaturwissenschaftler Walter Gödden, Literaturkommission für Westfalen gehen auf Lesereise durch die Region.
In einer dialogischen Lesung widmen sie sich dem Werk der deutsch-jüdischen Exilautorin Jenna Aloni (1917-1993).

Die in Paderborn geborene jüdische Autorin Jenny Aloni gilt als „bedeutendste deutschsprachige Schriftstellerin ihrer Generation in Israel“ und zählt zu den wichtigsten deutschen Exilautorinnen überhaupt. Aloni verfasste Gedichte, Erzählungen und Romane und führte fast lebenslang ein Tagebuch. Für die Aufarbeitung jüdischen Schicksals fand Jenny Aloni eine eigene, ausdrucksstarke Sprache. Sie war eine beispielhafte, starke Persönlichkeit, die ihre individuelle und gesellschaftliche Situation literarisch verarbeitete und damit zukünftigen Generationen „Bericht gab“ über die an Juden und Jüdinnen verübten Verbrechen. Für Aloni galt die Lebensmaxime: Man darf sich nicht entmutigen lassen, man muss sein Schicksal selbst in die Hand nehmen.

Die Lesung der Texte Jenny Alonis erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Universitätsarchivs Paderborn, wo sich der Nachlass Jenny Alonis befindet.

Alle Stationen der Lesereise sind auf der Internetseite der LWL-Kulturstiftung zu finden.

Datum

28. Sep. 2021

Uhrzeit

19:00

Veranstaltungsort

Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf
Bilker Straße 12-14 40213 Düsseldorf
Website
https://www.duesseldorf.de/heineinstitut/
Kategorie

Veranstalter

Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf
Telefon
0211 - 8992902
E-Mail
heineinstitut@duesseldorf.de

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