Exkursion nach Coesfeld: „Musik & Kultur in westfälischen Landsynagogen“

Die Evangelische Stadtakademie Bochum lädt zu acht Exkursionen zu "Musik & Kultur in westfälischen Landsynagogen" ein. Ein Programm aus Musik, Literatur und Stadtrundgängen bringt bei den Kultur-Ausflügen die kleinen ehemaligen Synagogen, zum Beispiel in Selm-Bork, Ascheberg und Arnsberg-Neheim, und deren Gemeindegeschichten allen Interessierten näher.

Die achte Fahrt führt am Sonntag (24.10.) nach Exkursion nach Coesfeld: Für die Teilnehmer:innen der letzten Exkursion im Rahmen der Veranstaltungsreihe beginnt um 14.00 Uhr die Lesung mit J. Monika Walther. Über das Erinnern, Vergangens und Gegenwärtiges liest die Schrfitstellerin. Denn so wichtig das Erinnern ist, so wichtig ist aberauch, dass wir in die Gegenwart schauen. Vieles an Können, Kultur, Wissenschaft hat sich in anderen Ländern entfaltet. Uns fehlt das alles, aber – es gibt nicht nur tote jüdische Deutsche, es gibt inzwischen auch wieder jüdische Nachbarn in Westfalen. Geb. 1945 in Leipzig, stammt J. Monika Walther aus einer jüdisch-protestantischen Familie, lebt sie seit 1966 in Dülmen-Hiddingsel im Münsterland und den Niederlanden/Fryslan. Die Einführung und Moderation der Veranstaltung übernimmt Dr. Iris Nölle-Hornkamp.

Ab 15.15 Uhr folgt die Führung und Ortsbegehung von Coesfeld auf jüdischen Spuren (Treffpunkt: WBK Forum). Der Stadtrundgang auf jüdischen Spuren soll eine Vorstellung vom beachtlichen jüdischen Leben in Coesfeld vermitteln, aber auch von der schlimmen Verfolgung jüdischer Bürger:innen und der Vernichtung der jüdischen Gemeinde durch die Shoa.

Die Führung findet in zwei Gruppen statt und wird begleitet von Dr. Kristina Sievers-Fleer (Leiterin des Städtischen Museums Coesfeld) und Anne Grütters (Ehrenamtliche Mitarbeiterin des Städtisches Museums Coesfeld).

Das Konzert bietet als Abschluss der Veransatltung um 17.00 Uhr synagogale Gesänge des deutsch-amerikanischen Kantors Erich Mendel/ Eric Mandell (1902– 1988) mit dem Ensemble „mendels töchter“ aus Münster. Erich Mendel, 1902 in Gronau geboren, wirkte von 1922 bis zu seiner erzwungenen Emigration als Kantor der Jüdischen Gemeinde Bochum. Er hinterließ siebzehn eigene Kompositionen und Bearbeitungen synagogaler Gesänge. Dabei hat er auf seinen Notenblättern lediglich die Melodiestimmen zu den Gebetstexten notiert, die Stücke jedoch nicht ausharmonisiertund instrumentiert. „Mendels töchter“ machten sich mit Experimentierfreude und großer spielerischer Freiheit an diese Aufgabe und präsentieren das musikalische Erbe Mendels.

Klarinette, Cello, Klavier: Vanessa Hövelmann
Violine, Akkordeon, Gitarre: Barbara Keller
Gesang, Akkordeon, Klavier, Viola: Cornelia Klären
Klavier, Gesang, Flöte: Ulle Pfefferle

Die Teilnahme kostet 15 Euro. Anmeldungen unter: 0234 962904 661, E-Mail: ev.stadtakademie@gmail.com.

Alle Informationen zu dem Förderprojekt "Musik & Kultur in westfälischen Landsynagogen" bietet die Internetseite zum Förderprogramm der LWL-Kulturstiftung.

Datum

24. Okt. 2021
Vorbei!

Uhrzeit

14:00 - 18:00

Kosten

15,00€

Veranstaltungsort

WBK Forum Coesfeld
Osterwicker Straße 29, 48653 Coesfeld
Website
https://www.christophorus-kliniken.de/locations/wbk-forum-coesfeld/
Kategorie

Veranstalter

Evangelische Stadtakademie Bochum e.V.
Telefon
0234 962904-661
E-Mail
ev.stadtakademie@gmail.com
Website
https://www.stadtakademie.de/programm.html

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